Wenn nach der Regelkontrolle Zweifel über die Verkehrssicherheit bestehen, sind eingehende Untersuchungen erforderlich. Die Auswahl der Methoden hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.
Schallempfindliche Sensoren werden am Stamm angebracht. Mittels leichten Klopfens entsteht ein 2-dimensionales Schalltomogramm, das den tragenden Querschnitt zeigt.
Mit einer dünnen Bohrnadel wird in das Holz gebohrt. Die entstehenden Kräfte werden aufgezeichnet und ausgewertet, um Veränderungen der Holzqualität festzustellen.
Mit einem Zuwachsbohrer wird eine ca. 5 mm dicke Holzprobe entnommen. Anhand optischer Eindrücke und einem Bruchtest werden Festigkeitswerte ermittelt.
Die Kraft des Windes wird genutzt, um die Bewegungen des Stammfußes zu messen und die Verankerung des Baumes im Boden zu beurteilen.
Mittels einer Zugeinrichtung wird eine definierte Windersatzlast in die Krone eingeleitet. Anbringungshöhe, Seilwinkel, Dehnung des Stammholzes und Neigung am Stammfuß werden gemessen. Hieraus ergibt sich die Standsicherheit des Baumes.